Geordneter Migrationspfad für CCPM

Von der Insel in die SAP-Landschaft

 

Zu viele Projekte, überlastete Ressourcen und fehlende Transparenz bremsen den Erfolg in Maschinenbau- und Produktionsunternehmen aus. CCPM kombiniert mit Lean-Prinzipien direkt in SAP integriert verkürzt Durchlaufzeiten und bringt Projekte zuverlässig ans Ziel.

Herausforderung im Projektalltag: Engpässe und fehlende Transparenz

Im Alltag von Maschinenbau- und Produktionsunternehmen laufen häufig zu viele Projekte parallel. Schlüsselressourcen sind überlastet und über den tatsächlichen Fortschritt herrscht wenig Transparenz. Das von Eliyahu M. Goldratt entwickelte Critical Chain Project Management (CCPM) setzt genau da an und sorgt dafür, dass weniger Projekte gleichzeitig gestartet und Engpass-Ressourcen geschützt werden. Fortschritt wird über ein systematisches Puffermanagement entlang der Critical Chain gesteuert. Unternehmen erzielen so eine höhere Termintreue, kürzere Projektlaufzeiten und eine deutlich höherer Planungssicherheit.

 

Die Grenzen der Insel: Wenn CCPM in Parallelwelten stecken bleibt

Insellösungen haben bei der Umsetzung der CCPM-Methodik in vielen Unternehmen über Jahre hinweg gute Arbeit geleistet. Sie sind oft sehr fokussiert entstanden, konnten schnell und ressourcenschonend eingeführt werden und haben konkrete Anforderungen passgenau unterstützt. Dabei liegt ein Grundsatz des CCPM-Ansatzes darin, lokale Optimierungen auf Kosten anderer Unternehmensbereiche zu vermeiden. Insellösungen fehlt der ganzheitliche Blick über die Abteilungsgrenzen hinaus. Dadurch können Prioritäten nicht systemübergreifend synchronisiert und Engpass-Ressourcen nicht konsistent gesteuert werden. Das beeinträchtigt die Effizienz und Termintreue der Projekte. Damit ergibt sich aus dem initialen Vorteil von Insellösungen im CCPM-Kontext gleichzeitig auch ihr Nachteil: Es entsteht eine Parallelwelt, wenn Terminänderungen auf der Insel etwa keine Auswirkungen auf die Beschaffung oder die Fertigung haben und manuelles Nacharbeiten gefordert ist. Dabei ist auch der Aufwand für Schnittstellen nicht zu unterschätzen.

 

KI entfaltet ihr Potenzial mit unternehmensweit einheitlichen Daten

An ihre Grenzen kommen Insellösungen in jedem Fall dann, wenn Hersteller die Lösungen abkündigen und den Support oder die Weiterentwicklung einstellen. Dann stehen Unternehmen vor der Frage: Bleiben wir auf der Insel oder setzen wir künftig auf eine integrierte Lösung? Dabei handelt es sich hier weniger um eine Tool-Frage als vielmehr um eine Architekturentscheidung. Denn gerade mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit der IT und Potenziale im Einsatz von Künstlicher Intelligenz und automatisierten Prozessen rücken durchgängige, qualitativ hochwertige Daten mehr und mehr in den Vordergrund. KI kann Integrationsaufwand reduzieren – aber sie ersetzt keine integrierte Prozesssemantik. KI kann Insellösungen verbinden – aber nur integrierte Systeme liefern echte Prozesskonsistenz. Die Zukunft liegt in der Kombination aus beidem. KI auf der Insel erkennt nicht, welche Objekte zusammengehören und nutzt vielleicht eine ganz andere Projektnummer, eigene Plandaten und isolierte Ist-Daten. Sie kann so keine belastbaren Aussagen zur Priorisierung von Projekten, zur Auslastung von Engpass-Ressourcen oder realistischen Terminprognosen treffen.  Ihr volles Potenzial entfalten zukunftsfähige KI-Tools erst da, wo sie auf unternehmensweit einheitliche Daten in Echtzeit zugreifen können. Dann wird es etwa möglich, aus Daten der Zeiterfassung Entscheidungen für die Kapazitäts- und Fertigungsplanung abzuleiten, wo sinnvoll weitgehend automatisiert. Engpässe können erkannt und Kapazitäten zu deren Behebung eingeplant werden. Die Analyse ist bei einem integrierten SAP Ansatz nicht auf Projektdaten limitiert, sondern kann Service- und Fertigungsaufträge und Bestelldaten ebenfalls berücksichtigen.  Das Projekt bleibt im Zeitplan und Termine können eingehalten werden.

 

Der Milliarum-Weg: CCPM und Lean direkt in SAP verankert

Statt eine Insellösung einfach durch die nächste zu ersetzen, hat Milliarum für das SAP Lean / Critical Project Management ein strukturiertes CCPM-Migrationskonzept entwickelt, das Unternehmen Schritt für Schritt in eine integrierte, zukunftsfähige Lösung begleitet. Im SAP-Umfeld wird CCPM dadurch nicht nur technisch verankert, sondern operativ wirksam: Die Critical-Chain-Logik, das zentrale Puffermanagement und die prioritätsbasierte Ressourcensteuerung werden direkt in SAP PS/EPPM umgesetzt. Gleichzeitig fließen Lean-Prinzipien ein, indem Work in Progress reduziert, der Projektfluss stabilisiert und Transparenz über alle Projekte hinweg geschaffen wird. Alle erforderlichen Daten stehen in Echtzeit unternehmensweit zur Verfügung, Insellösungen und Schnittstellen werden konsequent abgelöst. So werden Medienbrüche verhindert und CCPM dort verankert, wo Unternehmensprozesse ohnehin gesteuert werden.

 

Am geordneten Migrationspfad entlang zur integrierten Lösung

Der Milliarum-Weg kennzeichnet sich dadurch, Bestehendes zu sichern, die Auswirkungen von Änderungen transparent aufzuzeigen und einen geordneten Migrationspfad zu definieren, um CCPM in eine integrierte, zukunftsfähige Lösung zu überführen. Der Fokus liegt dabei klar auf einer schnellen Wirksamkeit, hoher Umsetzungsqualität und einer sauberen Integration in Ihre bestehende System- und Prozesslandschaft. Grundlage sind erprobte Best Practices für den Einsatz von CCPM in SAP PS oder EPPM, die bereits alle relevanten Prozesse und zentralen Kundenanforderungen abdecken. Dadurch können Unternehmen ihre angestrebten Projektergebnisse ohne Umwege erreichen, die Durchlaufzeiten verkürzen und Engpass-Ressourcen effizient steuern.

 

Die Einführung erfolgt auf Basis einer bewährten SAP Einführungsmethodik und Tools, die jeweils an die Rahmenbedingungen angepasst werden:

  1. Initialer Workshop: Definition der Zielsetzung, relevanter Prozesse, Anforderungen und Rahmenbedingungen bzgl. IT-Architektur und Terminplan. Hier werden die angestrebten Ergebnisse klar priorisiert.
  2. Fit-to-Standard-Workshops: Analyse der Prozesse/Anforderungen nach SAP Activate, um die Integration von CCPM und Lean-Prinzipien optimal auf Standardprozesse abzustimmen.
  3. Anpassung auf Unternehmensspezifika: Die Lösung wird präzise auf individuelle Anforderungen skaliert, ohne die Vorteile standardisierter Prozesse zu verlieren.
  4. Prototyping und Konzeptarbeit: Prozesse werden direkt im System visualisiert, wodurch Änderungen und Optimierungen frühzeitig getestet und praxisnah validiert werden.
  5. Erstes Release: Umsetzung der priorisierten CCPM-Funktionalitäten im SAP-System. Flexibilität bleibt ein zentrales Merkmal, sodass Änderungen der Prioritäten während des Projektverlaufs schnell adaptiert werden können.
  6. Iterative Optimierung: Weitere Verbesserungen werden sukzessive eingearbeitet, Nutzererfahrungen optimiert und die Integration von Lean- und CCPM-Methodik kontinuierlich verfeinert.

Auf diese Weise verbindet der Milliarum-Migrationspfad Standardsoftware mit Anpassungsfähigkeit, minimiert Medienbrüche, schafft unternehmensweite Transparenz und sorgt dafür, dass CCPM dort gelebt wird, wo Unternehmensprozesse ohnehin gesteuert werden.

 

CCPM leben, wo Unternehmensprozesse gesteuert werden

CCPM entfaltet seinen vollen Nutzen nicht in einem einzelnen Tool, sondern im Zusammenspiel mit realen Unternehmensprozessen. Mit dem Milliarum-Weg wird CCPM direkt in SAP PS und EPPM verankert, kombiniert mit Lean-Prinzipien und einer prioritätsbasierten Steuerung von Engpass-Ressourcen. Darauf aufbauend erschließt der gezielte Einsatz von AI zusätzlichen Mehrwert:

  • Analyse von Echtzeitdaten aus Projekten, Aufträgen und Ressourcen
  • Früherkennung von Risiken und Engpässen
  • unterstützte Priorisierung über Projektgrenzen hinweg
  • proaktive Handlungsempfehlungen für Projektleiter und Management

So entsteht ein klarer Fokus auf die wichtigsten Projekte, ein stabiler Projektfluss sowie eine transparente Fortschrittskontrolle auf Basis von Puffer- und Echtzeitdaten – bei gleichzeitig effizienter Nutzung knapper Ressourcen. Der entscheidende Punkt:

AI wirkt nicht isoliert, sondern auf Basis der integrierten SAP-Semantik und CCPM-Logik.

Die Entscheidung für eine integrierte Lösung ist daher weniger eine Tool-Frage als eine Architekturentscheidung, die Unternehmen langfristig Flexibilität, Skalierbarkeit und Zukunftsfähigkeit sichert. Das Ergebnis ist nicht nur eine erfolgreiche Systemintegration, sondern die operative Umsetzung von CCPM-Prinzipien – erweitert um AI-gestützte Entscheidungsunterstützung.

Aus der anfänglich notwendigen Veränderung wird so eine Chance für mehr Planbarkeit, reduzierte Komplexität und eine langfristig stabile Projektlandschaft.

 

Für weitere Informationen zum Milliarum-Weg für die CCPM-Integration in SAP und zu Best Practices für Ihre Projekte kontaktieren Sie uns gerne: info@milllarum.de

Published On: 30. April 2026Categories: Allgemein

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